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Montag, 15. April 2013

2.8 Oder 4.0 - Das Ist Hier Die Frage


Nach dem Kit-Objektiv 18-55mm f4-5.6 und meinem tollen 50mm f1.8, wird meine nächste Anschaffung ein Tele-Zoom sein.
Nach einigen Testberichten, habe ich mich gegen Tamron und Sigma entschieden. Nicht das diese generell schlecht sind, aber im 70-200mm f2.8 Tele-Zoombereich, können diese haptisch sowie in der Qualität nicht mithalten.
Doch nicht genug mit den Entscheidungen: f2.8 oder f4
Aus Kostengründen verzichte ich auf den IS. Außerdem werde ich bei Landschaftsaufnahmen mit Stativ arbeiten, bzw. möchte bewegliche Objekte fotografieren.
Einer der Gründe für f2.8 ist, das es wohl kaum eine bessere Lichtstärke für Porträts gibt. Ich habe die Angst, eine oder zwei Blendenstufen unter f4 gehen zu müssen, wegen der Lichtsituation, und schon habe ich mit dem f4 verloren.
Preislich liegt das f4 bei 560€ und das f2.8 bei etwa 1000€. Da wären wir für den Vorteil des f4: Preislich kaum zu schlagen.


Was denkt Ihr? Habt ihr ein f2.8 Telezoom? Nutzt ihr die große Blende aus?

Kommentare:

David S. hat gesagt…

Interessant finde ich die Homepage von Traumflieger http://www.traumflieger.de/objektivberater/index_canon.php

Links in der Spalte findest du die ganzen Tests und rechts die Rangliste nach Auflösung (Durchschnittswert).
Da finde ich sehr interessant, das mein Tamron auf Platz 30 liegt, das 2.8 70-200mm in der 1er Version nur auf Platz 39.
Den Unterschied wird man in der Auflösung nicht merken, das is klar, denn der ist annähernd gleich. ;)

Aber die Auflösung ist lange nicht so gut wie beim 70-200mm 2.8 IS II, das auf Platz 10 liegt.

Den Vorteil, den das 70-200mm hat, ist auf jeden Fall das Bokeh, das is wesentlich schöner, dank der offenen Blende.
Aber, es ist wesentlich schwerer, und meiner Meinung nach zu teuer, deswegen habe ich mich für das Tamron entschieden, da es durch den IS auch noch was ausgleichen kann, wenn auch nicht bis Blende 2.8. :)

Michael hat gesagt…

Ja, Traumflieger ist sehr gut zum Vergleichen.

Ich kann nur sagen: ich hab ein 70-200mm von Canon und es ist mein bestes Objektiv. Qualitativ ist es egal, ob F2.8 oder F4. Meine Wahl in dem Fall wäre das F4 aber mit IS, wenn du bewegliche Objekte fotografieren willst. Du würdest den IS irgendwann bestimmt vermissen. Die Blende F2.8 braucht man ja in der Landschaft auch eigentlich nie.

Und für Portraits hast du ja schon ein schönes und lichtstarkes 50mm, mit Crop sind das 80mm - ideal für Portrait.

Gruß Michael

Alex hat gesagt…

Hallo Timon,

Jörg hatte auf unserem Workshop ein geliehenes 70-200er Tele mit f/2,8 dabei.
Es ist sicher ein schönes Teil (es war das Sigma für Nikon), aber als schöne Porträtbrennweite würde ich eher das 50er am Crop sehen (bei Nikon dann 75mm KB).
Mit dem 70-200 musste Jörg schon relativ weit weg.
Blende 2,8 oder 4? Kommt drauf an. Das 2,8er wird sicher viel teurer und schwerer sein.
Wenn's dann mal auf das Quäntchen Licht ankommt, hast beim 2,8er nochmal Reserven...

Gruß,
Alex

J. Schreier hat gesagt…

Hi Timon,
Alex hat es ja schon geschrieben, zum Workshop hatte ich mir das Sigma 70-200/2,8 mit Stabi geliehen. Technisch, optisch und auch haptisch einwandfrei, allerdings auch sehr groß und doch relativ schwer.

Für die meisten Fotojobs würde mit Sicherheit das 4.0er vollkommen ausreichen, es wird (zumindest das Nikon) auch in der Schärfe und Abbildungsleistung, nicht weit hinter dem 2,8er liegen, auf dem Workshop war ich letztlich aber froh, die Blende 2,8 und den Stabi nutzen zu können, das 4,0er hätte ich wegpacken müssen.

Wenn Du überwiegend Landschaften fotografierst, würde ich persönlich zum 4,0er raten, für Portraits gibt es kein besseres als das 2,8er.

Deine Entscheidung musst Du letztlich selbst treffen, da kann Dir keiner helfen, es gibt aber wesentlich schwierigere und schlimmere Entscheidungen ;-)

LG, Jörg

David S. hat gesagt…

Ich würde mich nach weiteren Nachforschungen für das Canon EF 70-200mm f/4 L IS USM entscheiden, denn die Auflösung ist bei Offenblende 4 besser, als das 70-200mm f/2.8 bei Blende 4.
Preislich liegen die beiden ungefähr gleich auf, wenn man sich den Gebrauchtmarkt anschaut.
Das EF 70-200mm f/4 L IS USM wiegt gerade einmal die Hälfte und du hast einen IS.
Das EF 70-200mm f/4 L IS USM stammt aus dem Jahr 2006, ist somit 11 Jahre jünger.

Skyline Design hat gesagt…

Hallo Michael,
danke für deine Einschätzung. Meine Angst ist es, dass ich mir durch die kleine Blende vielleicht schöne Porträtaufnahmen verbaue. Aber mit dem 50mm hast du recht. Ist es dann noch notwendig ein Tele zu haben?
Ich denke wenn ich doch öfter in die Lage kommen sollt, das man immer nich wechseln kann ;)

Skyline Design hat gesagt…

Hallo Jörg,
konntest du zufällig einmal auswerten, wie der Unterschied der Bilder (Schärfe, Bokeh, Perspektive, Umgebungsleicht) zwischen einem 50mm (bei mir mit 1,6 Crop) und deinem geliehenem Tele ist? Das wäre sehr interessant.

Gruß Timon

Skyline Design hat gesagt…

Sers Dave,
klingt auf jeden Fall nach einer logischen Schlussfolgerungen für das f4. Danke für die Info!

J. Schreier hat gesagt…

Hi Timon,
wie willst Du das vergleichen? Die Schärfe ist bei beiden Objektiven gut, die Perspektive entspricht der verwendeten Brennweite und Bokeh ist ein schönes Wort, im Studio bzw. unter kontrollierten Lichtbedinungen aber absolut vernachlässigbar.

Wenn es Dir auf unscharf aufgelöste Hintergründe ankommt, die bekommst Du sowohl mit dem 4.0er wie auch mit dem 2.8er, beim Tele spielt hier der Abstand zum Objekt eine sehr große Rolle. Mit dem 4.0er wirst Du vermutlich 90% Deiner Anwendungsfälle abdecken können und das gesparte Geld investierst Du noch in einen vernünftigen Metz-Blitz ;-) Das 2.8er ist ohne Frage toll und an diesem Tag war ich froh, dass ich es hatte. Das hat jedoch primär damit zu tun, dass ich viel ohne Blitz fotografiert habe und die Anfangsblende von 2.8 in Verbindung mit dem Bildstabi mir hier echt entgegen gekommen sind (trotzdem waren 2/3 der Bilder leicht verwackelt).
Kauf Dir das 4.0er, für diesen Preis ist das ein unglaublich gutes Objektiv und Du wirst verdammt viel Freude daran haben. Bokeh kannst Du auch mit einem 120 Euro 500/f8 machen ...

LG
Jörg

J. Schreier hat gesagt…

Achso, hab ich ganz vergessen: Die aktuellen Kameramodelle, Deine inklusive, können die fehlende Blende leicht durch erhöhen des ISO-Wertes ausgleichen, also keine Panik ...

LG, Jörg

Michael hat gesagt…

Hi,

grundsätzlich muss man sich genau überlegen, was man machen will. Es gibt viele Wege nach Rom. Ich habe mit dem 70-200 auch schon schöne Portraits gemacht, vor allem wen, wenn man jemandem nicht so nah auf die Pelle rücken will. Auf Hochzeiten oder Feiern ist es super-klasse, denn du kannst dich dezent im Hintergrund halten und trotzdem Nahaufnahmen machen, die dann auch wesentlich natürlicher aussehen. Mit einem 50mm gelingen tolle Landschafts- oder Architekturaufnahmen.

Man hat eigentlich immer die Qual der Wahl. Du musst nur bedenken, das die Brennweite mit Crop 112-320mm entspricht. Dann musst du bei normalem Portrait schon weit weggehen.

Ich hoffe nur, dass wir dich jetzt alle soweit gebracht haben, dass du gar nicht mehr weißt, wie du dich entscheiden wirst ;)

Fazit: das Canon 70-200L ist eine klasse Linse, egal ob 2.8 oder 4, du wirst nichts falsch machen!

Bis denn.. Michael

Michael hat gesagt…

Hi Timon!

Um ein Gefühl zu bekommen, was eine gewisse Blendenzahl auf einer bestimmten Brennweite für einen Unterschied macht, nutze ich immer wieder gerne dieses Onlinetool von Tamron:
http://www.tamron.eu/de/objektive/schaerfentiefenvergleich.html

Hier kannst du zB auf 200mm 2,8 stellen und dann auf 4,0 wechseln...

Generell hab ich mir bei sowas immer die Frage gestellt: Wie oft verwende ich diesen Brennweitenbereich und was will ich dafür ausgeben. Habe auch ein 70-300mm von Nikon daheim, aber ganz bewusst versucht auf Preis/Leistung zu achten - denn diesen Brennweitenbereich verwende ich vielleicht in 20% meiner Fotos. Weiters ist das Objektiv für Wandertouren meist zu schwer und bleibt daher daheim...

lg Michael

Skyline Design hat gesagt…

Hi Michael,
genau so etwas habe ich gesucht! Unterschied fast unmerklich, eigentlich nur wenn man die EXIF Daten sieht.

Gruß Timon

Skyline Design hat gesagt…

Hi Jörg,
unten hat Michael einen Link gepostet, wie ich das vergleichen gemeint habe. Alle Fragen sind meinerseits nun geklärt ;)
Was einen Blitz angeht, in das Thema muss ich mich erst einmal einarbeiten, da ich noch keine Erfahrungen damit habe. Wahrscheinlich wird erst einmal ein gutes Einsteigermodell gekauft und damit probiert ;) Hast du einen Metz-Blitz?
Gruß Timon

J. Schreier hat gesagt…

Ich muss gestehen, dass ich noch überhaupt keinen Kompaktblitz besitze, wenn ich mir einen kaufe ist es aber natürlich ein Metz! Keine Frage ;-)

Gruss, Jörg

Skyline Design hat gesagt…

Danke für euren Kommentare!
Entgegen meiner bisherigen Tendenz werde ich mich nicht für ein f2.8 entscheiden, sondern wahrscheinlich für das f4 mit IS.

Gruß Timon

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